Die neue Bildungsverordnung (BiVo) und der Bildungsplan Fachfrau/Fachmann Gesundheit sind per 1. Januar 2009 in Kraft getreten. Die ersten Lernenden haben im August 2009 mit der drei jährigen Grundausbildung zur Fachfrau/Fachmann Gesundheit nach der neuen BiVo begonnen. Die "verkürzte Grundbildung für Erwachsenen Fachfrau/Fachmann Gesundheit EFZ" nach der neuen BiVo startete im 2010.
Die grundlegenden Konturen des noch jungen Berufs und namentlich die generalistische Ausrichtung mit einheitlichem Fähigkeitszeugnis sind weitgehend belassen worden. Die Reform bringt aber auch einige Änderungen mit sich. Der Bildungsplan basiert nicht mehr auf der Triplex-Methode, sondern neu auf der Kompetenzen-Ressourcen-Methode (KoRe). Das Ausbildungskonzept stellt die Zusammenarbeit der drei Lernorte in den Mittelpunkt. Die Ausbildung an allen drei Lernorten ist kompetenzorientiert und richtet sich auf Situationen im Arbeitsalltag aus. Im Bildungsplan und im Lehrmittel sind 41 typische Situationen und 14 Kompetenzbereiche abgebildet. Die drei Lernorte müssen ihre Zusammenarbeit intensivieren, damit sie die Lernenden gemeinsam im Aufbau der notwendigen Ressourcen unterstützen können.
Das erste Qualifikationsverfahren nach neuer BiVo findet im Frühling 2012 statt. Es setzt sich aus drei Qualifikationsbereichen sowie der Erfahrungsnote zusammen: Die praktische Prüfung als individuelle praktische Arbeit (IPA) dauert 4 Stunden (ohne Pausen), inklusive einer zehnminütigen Präsentation und einem zwanzigminütigen Fachgespräch. Die lernende Person muss zeigen, dass sie über die geforderten Kompetenzen verfügt, um ihre Aufgaben fachlich korrekt sowie bedarfs- und situationsgerecht auszuführen. (mehr)