Die betriebliche Ausbildung wird ergänzt durch den Überbetrieblichen Kurs (ÜK). Im ÜK werden Ausbildungsinhalte erarbeitet, die sich im einzelnen Betrieb nur unter grossem Aufwand schulen liessen.
Die besonderen Ausbildungsmöglichkeiten in den Überbetrieblichen Kursen stellen den so genannten „Simulierten Ernstfall“ dar und haben im Vergleich zur praktischen Ausbildung im Betrieb unter anderem in folgenden Punkten erweiterte Ausbildungsmöglichkeiten:
Eine berufliche Handlung kann in Zeitlupe oder im Zeitraffer ablaufen; sie kann Schritt für Schritt eingeführt werden, wie dies in der klientennahen Praxis (Livesituation) nicht möglich ist.
Der Fokus kann auf ganz bestimmte Details oder Anteile einer grösseren Handlung gelegt werden.
Im ÜK können verschiedene Handlungen ausprobiert, verglichen und die Konsequenzen aufgezeigt werden (Selbsterfahrung). Es besteht weiter auch die Möglichkeit, Folgen von Fehlern zu simulieren.
Die Ausbildung in den Betrieben bringt eine gewisse Variationsbreite mit sich. Im ÜK können diese Unterschiede thematisiert und deutlich gemacht und der Austausch unter den Lernenden gefördert werden. Vor- und Nachteile können aufgezeigt werden.
Alle beschriebenen Punkte werden von reflexiven Überlegungen begleitet.
Zum Beispiel:
Mit diesen speziellen Ausbildungsmöglichkeiten kommt dem ÜK eine wichtige Stellung in der beruflichen Grundbildung zu.
Zahlen und Fakten zum Kursbetrieb 2012/13: (Stand: 14.08.2012)
1'405 Lernende FaGe
328 Lernende FaGe verkürzt
133 Lernende AGS
331 Lehrbetriebe
99 Klassen
116 Berufsbildner/innen ÜK